wooden cloud: Das Konzept

Das  internationale Projekt wurde 2015 in Saarbrücken, der Heimatstadt von Martin Steinert auf den Weg gebracht. Fünf Installationen in fünf Metropolen sind geplant. Bisher machte die wooden cloud Station in St. Petersburg und Berlin. 2018 wird sie in Paris Halt machen und zwar in der Cité Universitaire International vor dem Maison Heinrich Heine. Start der Installation ist der 19.3. im Rahmen der universitaire de paix. 

Die Projektdetails

An einem markanten und stark frequentierten Ort dieser Städte baut Martin Steinert aus Tausenden Holzstäben in unterschiedlichen Längen von 1m bis 2m innerhalb von drei Wochen eine Holzinstallation  – die wooden cloud. Die zu Beginn der Arbeit vor Ort bereitliegenden Hölzer werden von der Bevölkerung, die im Vorfeld über klassische und Online-Medien sowie soziale Netzwerke informiert worden ist, beschriftet. Wünsche können auch online über die Website mitgeteilt werden.

Passanten und Zuschauer können vor Beginn und während der Montage eigene Wünsche auf die einzelnen Holzstäbe schreiben. Es können ganz persönliche oder allgemeine, Politik, Gesellschaft oder Weltgeschehen betreffende Wünsche sein.

Diese Wünsche können auch direkt hier anonym geäußert werden und werden später von Projektmitarbeitern auf die Holzstäbe übertragen.

Entwurf, Johanneskirche Saarbrücken
Entwurf Johanneskirche Saarbrücken

Das Projekt startete in Saarbrücken, der Heimatstadt von Martin Steinert. In der Nacht der Kirchen von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag 2015 begann Martin Steinert mit der Installation einer Raumskulptur in der Johanneskirche Saarbrücken. Auch dieses Objekt wurde bereits aus Holzstäben gebaut, die zuvor von Menschen aus Saarbrücken und der Umgebung mit ihren Wünschen beschriftet worden sind. Die Johanneskirche Saarbrücken wurde somit zur Generalprobe und zum Auftakt des wooden cloud-Projekts.

Beginn der Skulpturarbeiten: 24. Mai 2015 – Vernissage: 19. Juni 2015 – Finissage Sonntag 26. Juli 2015

Die Raumskulpturen

Martin Steinert nennt seine Holzinstallationen Raumskulpturen. Nicht nur, weil sie im öffentlichen Raum Platz nehmen, sondern auch, weil sie neuen Raum schaffen, begehbar, einsehbar oder auch nur spürbar. Die von der Bevölkerung beschrifteten Holzstäbe verbinden sich zu einer monumentalen Skulptur in der Stadt. An Tausenden Synapsen verzweigen sich formulierte Wünsche. Individuelle Manifeste der Träume, Hoffnungen und Erwartungen verflechten sich zu einer Wolke aus hölzernen Datenträgern.

Das Buch

Der Entstehungsprozess der Skulptur wird von dem Fotografen André Mailänder begleitet. Er wird nicht nur jeden einzelnen der beschrifteten Holzstäbe fotografieren, sondern sich zeitgleich die Entstehungsphasen der Skulptur, die Menschen und ihre Reaktionen, die Szenen und Erlebnisse rund um den Entstehungsort sowohl dokumentarisch als auch künstlerisch fotografisch aneignen, sich damit also der Skulptur und der Aktion im fotografischen Medium nähern.
Mit den Fotos, Texten, Interviews, Statements und Auszügen aus Gesprächen und Diskussionen wird daraus in jeder der fünf Städte je ein Buch entstehen: wooden cloud –  St. Petersburg; wooden cloud – Berlin; wooden cloud – Paris… New York…?